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Den Körper zu beherrschen und dazu zu bringen, Stellungen/Formen anzunehmen, die er von sich aus nicht annehmen würde, ist ein wichtiger Bestandteil von Karate. Dabei geht es im Kern nicht um die Form, obgleich sie der Gradmesser der eigenen Entwicklung ist. Wichtiger als die Form ist die Bildung, die man dem Körper angedeihen lässt. Das ist eine der wesentlichen Säulen von Karate. Darum werden die Formen tausende male trainiert, bis man beginnt, sie zu verstehen. Danach beginnt das eigentliche Training.
Karate, wie ander asiatische Kampfkunstarten auch, ist ein Weg zur Charakterbildung. Das haben viele schon gehört. Der Weg geht aber weitaus weiter, die Charakterbildung ist weitaus umfassender, als das der Anfänger nur träumen kann.
Ich habe den Eindruck, dass die meisten Hobbykaratekas die Kampfkunst gerade in dem Moment verlassen, wenn die Charakterbildung beginnt. Denn Charakterbildung ist in der Regel schmerzhaft. Ich meine damit keine körperlichen Schmerzen.
Der erste Schritt, um den Charakterbildungsprozess zur Wirkung kommen zu lassen ist, weiter zu machen, sobald er beginnt. Man muss eine Entscheidung treffen. Jeder, der Karate betreibt, steht wenigstens einmal vor dieser Entscheidung. Das erste mal ist es am schwierigsten.
Tags: Karate, Do, Charakter, Bildung, Kampfkunst
Karatemeister kennen eine Menge Geheimnisse. Nicht-Karateleute glauben dabei an Wunderkräfte. Und obwohl die einen etwas völlig anderes machen als die anderen meinen, liegen die anderen nicht wirklich falsch. Bei Karate geht es um Millimeterarbeit. Eines der Ziele ist, den nächsten Millimeter zu erreichen. Es wirklich zu schaffen, das ist ein Mysterium, den Weg zu finden, das ist das Geheimnis.
